Reise in die Baltischen Staaten

Danzig (Polen) - Masurische Seenplatte - Riga (Lettland) - Tallinn (Estland) - St. Petersburg (Russland) - Helsinki (Finnland)

16. - 28. Juli 2006

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Diese Reise ist im "Tages-Anzeiger" vom 1. November 2006 im Kulturbund beschrieben. Unter dem Titel "Eine königliche Fahrt nach St. Petersburg" schreibt Marlies Strech:

Von den Vorzügen, die eine gut geführte Gruppenreise per Car bietet: Der Kunde erlebt den Weg als Weg, lernt viel und ist bei der Ankunft trotzdem entspannt, auch wenn die Fahrt lang war.

Das sind natürlich subjektive Empfindungen. Währendem die Fahrt auf den deutschen Autobahnen als bequem einzustufen ist, erweist sich die Reise auf den polnischen Strassen mit ihren tiefen Spurrinnen nicht nur für die Stossdämpfer des Reisecars als strapaziös. Ausserdem mag die Geschäftsphilosophie der Twerenbold Reisen AG auf die Mehrheit ihrer Kunden ausgerichtet sein. Wir selbst sind von den Twerenbold-Reisen nicht immer befriedigt. Die Aufenthalte in den äusserst sehenswerten Städten sind zu knapp bemessen. Offenbar ist das aber eine Auswirkung des unsinnigen Konkurrenzkampfes unter den Carunternehmen, in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Ziele "abzuhaken". So ist eigentlich nicht verständlich, dass Vilnius, die Hauptstatt von Litauen, die ebenfalls einen Aufenthalt wert gewesen wäre, rechts liegen gelassen wurde. Das hätte einen zusätzlichen Reisetag bedeutet, allerdings auch zugunsten eines etwas längeren Aufenthalts in Riga. Aber still stehende Autocars bringen offenbar kein Geld. Dafür hätte man aber gut gerne auf den "Besuch" der Überreste der Wolfsschanze, dem einstigen Führer-Hauptquartier in Polen, verzichten können!

 Die Berichterstatterin des "Tages-Anzeigers"  vermerkt richtig, dass sich die 30 Reisegäste, von 50 Jahren aufwärts, sich gut vertragen hätten, wofür die Firma selbstverständlich nicht haften kann. Sie hatte allerdings grosses Glück mit dem Chauffeur, den wir von einer anderen Reise ebenfalls kannten. Aber nicht alle Chauffeure der Firma Twerenbold verhalten sich so vorbildlich. Der Chauffeur unserer Reise erwies sich als wahrer Griesgram. Er glänzte nicht nur mit schlechten Tischmanieren und öfters unklaren Instruktionen. Er liess versehentlich einen unserer Koffer auf die Strasse fallen, so dass der Verschluss zerbrach. Er half wohl mit einer Gurte aus, fand aber nicht das geringste Wort einer Entschuldigung. Er versicherte, dass er den Vorfall der Firma gemeldet hätte, diese aber verweigerte nach der Rückkehr jede Zahlung weil der Schaden nicht sofort der verantwortlichen Person gemeldet worden sei. Erst nach dem Verweis auf die Geschäftsherrenhaftung (OR 55) und der Androhung der Betreibung folgte die Zahlung von Fr. 80.- für die Kofferreparatur, selbstverständlich ohne jegliche Entschuldigung!

Es ist schade, dass eine Firma auch bei der Ausbildung ihrer Chauffeure spart. Der Chauffeur ist die Visitenkarte des Unternehmens. Bereits unsere erste Reise mit Twerenbold durch Nordspanien (Jakobsweg) war durch das rechthaberische und sture Verhalten des Chauffeurs geprägt. Dieser sei dann allerdings gemäss Aussage eines Twerenbold-Chauffeurs wegen eines Zwischenfalls suspendiert worden.

 

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Hans und Maria Rüegg
LI-9495 Triesen